Friedhofsgebühren der Stadt Bad Driburg sollen drastisch steigen

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Im Haupt und Finanzausschuss der Stadt Bad Driburg wurde nun ein Entwurf der neuen Friedhofsgebühren für die städtischen Friedhöfe der Stadt Bad Driburg vorgelegt. Unter Zuhilfenahme der Düsseldorfer Kommunalagentur NRW hat die Expertin Nadine Appler den Bad Driburger Kommunalpolitikern im Haupt und Finanzausschuss ihre Kalkulation vorgestellt.

Gebührensteigerung bis zu 1000 % sind die Folge von nicht angepassten Friedhofsgebühren über die letzten zehn Jahre und zu hohe Kosten für die Vorhaltung nicht genutzter Friedhofsflächen. Letztendlich muss der Rat der Stadt Bad Driburg darüber entscheiden, ob und in diesem Umfang, die Gebühren erhöht werden sollen. Hier einige Beispiele für die Gebührenerhöhung:

Reihengrab vorher 595 EUR jetzt im Entwurf 1274 EUR
Wahlgrab vorher für 707 EUR jetzt im Entwurf 1615 EUR
Urnenreihengrab vorher 93 EUR jetzt im Entwurf 1103 EUR
anonymes Urnengrab vorher 93 EUR jetzt im Entwurf 1160 EUR.

In vielen Stadträten wird zurzeit heiß darüber diskutiert, welchen Stellenwert ein Friedhof in der Gemeinde einnimmt. Alternative Bestattungsformen wieder Ruheforst, Friedwald, Seebestattung oder sogar Diamantbestattung nehmen einen immer höheren Stellenwert bei der Bevölkerung ein. Umso mehr Menschen sich für alternative Bestattungsformen außerhalb der Gemeinde entschließen, umso weniger Gebühren fließen in den Gebührenhaushalt der Städte ein.

Meines Erachtens sollte es so sein, dass die Kommunen den Friedhöfen einen höheren Stellenwert zu messen. Oftmals ist die Kalkulation und das Thema Friedhof lediglich ein Randthema, was ungern behandelt wird. Umso attraktiver ein Friedhof gestaltet wird, auch mit alternativen Bestattungsformen, wie zum Beispiel Rosengärten, Baumbestattung oder Themenfelder, umso eher ist vielleicht auch ein Nutzer bereit dafür Geld zu bezahlen.

Leider ist es jedoch oftmals so, dass auch wie im Entwurf des Haupt und Finanzausschusses in der Stadt Bad Driburg diskutiert wurde, an Personal gespart werden soll, oder sogar überlegt wird Grünpflanzen und Bäume auf Friedhöfen zu fällen und zu entsorgen, um somit Pflegekosten einzusparen.

Der Friedhof und die einzelne Grabstelle, hat jedoch immer noch einen hohen Stellenwert bei trauernden Angehörigen. Wenn die Attraktivität in manchen Bereichen nicht erhöht wird, müssen sich die Kommunen sich auch nicht wundern, wenn die Menschen sich für alternative Bestattungsform entscheiden.

Oftmals ist der Grund für die signifikante Steigerung der Friedhofsgebühren der, dass die Kommunen es lange verdrängt haben, dass es ein Wandel in der Bestattungskultur gibt. Noch vor wenigen Jahren wurde in vielen Kommunen darüber nachgedacht Friedhofserweiterungsflächen zu schaffen, obwohl die Tendenz zur Feuerbestattung deutlich spürbar war. Dieses wurde nur leider oftmals im ländlichen Bereich verleugnet,mit dem Hinweis dass dies doch eher ein städtisches Phänomen sei.

Menschen werden so bestattet wie sie gelebt haben und oftmals leben die Familien nicht mehr in einem gemeinsamen sozialen Umfeld, sondern die Kinder wohnen in anderen Städten. Trauernde Ehepartner fragen sich oftmals, wer soll mein Grab pflegen wenn ich selbst nicht mehr da bin?

Hierfür ist es immer sinnvoll sich im Vorfeld mit einem Bestatter zusammenzusetzen, um einen Bestattungsvorsorgevertrag zu entwerfen. In einem solchen Vertrag kann man festlegen, dass nach dem Tod über einen längeren Zeitraum eine Grabstelle gepflegt werden kann, oder einer pflegefreie Grabstelle ausgewählt wird.

Sollten Sie hierfür Information benötigen, oder einen persönlichen Termin vereinbaren wollen, wenden Sie sich bitte an eine unserer Geschäftsstellen.